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Das Projekt ist dabei!
Sturzhelfer Hetti

Über das Projekt:

Durch die Fortschritte der Technik und Medizin steigt die durchschnittliche Lebenserwartung. Ältere Menschen sind länger

fähig, ihr Leben selbst zu gestalten und sich um sich selbst zu kümmern. Dennoch ist in manchen Situationen Hilfe notwendig

und häufig nicht schnell genug zur Hand. Gerade bei älteren Menschen, die sonst gut alleine zurechtkommen, werden

Unfälle oft nicht rechtzeitig erkannt und haben schwerwiegende Folgen.

 

Deshalb arbeiten wir an der Entwicklung eines Ambient Assisted Living Systems. Das System besteht aus

einem Wearable, einer Basisstation mit Anschluss an das Telefonnetz, und der künstlichen Intelligenz „Hetti“. Dies ist die

Kurzform für Henriette, was an sich „Hausherrin“ bedeutet. Unser Ziel ist es, dass Hetti jedem Nutzer ermöglicht, lange Zeit,

selbst Herr im eigenen Haushalt zu bleiben. Das Gadget registriert Notsituationen (Stürze), nimmt über Sprache Kontakt

zum Nutzer auf und setzt bei Ausbleiben einer Antwort oder der Bitte um Hilfe einen Notruf ab.

Das Team

Wir sind ein interdisziplinäres Team aus den Fachrichtungen Informatik, Mechatronik, Verfahrenstechnik, BWL und Medien.

Die Idee

Der bisherige Prototyp arbeitet mit einem Beschleunigungssensor und einem weiteren Sensor, der den Hautleitwiderstand

misst. Die Kombination aus beiden ermöglicht, eine ruckartige Bewegung von einem tatsächlichen Sturz zu unterscheiden.

Die wichtigste Neuerung beinhaltet jedoch den Verzicht eines bisher essentiellen Elements: einem Notfall-Knopf. Im Gegensatz

zu bestehenden Notrufsystemen in betreuten Wohneinheiten oder Notrufarmbändern ist kein aktiver Notruf mehr

nötig. Hetti wird Hilfe rufen, auch wenn der Nutzer selbst nicht mehr in der Lage dazu ist.

 

Mittels eines neuronalen Netzes wird Hetti in der weiteren Entwicklungsphase immer besser lernen, Stürze selbst zu identifizieren.

Sie wird lernen, das Aktivitätsprofil des Nutzers zu verstehen und wird bei ungewöhnlichen Werten oder ausbleibender

Aktivität Nachfragen stellen. Zudem wird Hetti im Umgang mit ihrem Nutzer auch lernen, dessen Sprachmuster zu

erkennen und Auffälligkeiten (z.B. Sprachstörungen bei Schlaganfällen) wahrzunehmen. Mittels der Sprachsteuerung soll

auch die Hemmschwelle des Nutzers, sich Hilfe zu holen, gesenkt werden. Hetti wird Stürze nicht verhindern, ihre Auswirkungen

jedoch abmildern. Dank ihr wird in Notfällen zeitnah Hilfe geschickt, wodurch das Gefühl von Sicherheit in den

eigenen vier Wänden bewahrt oder zurückgewonnen werden kann.

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Standort: Offenburg
Gründungsjahr: 2017
Abstimmung beendet