Premiere bei Start-up BW@School: Drei Gründer besuchen drei Schulen online – an einem Tag

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Young Talents
Computer-Monitor mit Sprechblasen und Logo Start-up BW Young Talents.

Beispiel für außerschulische Kontakte im Fernunterricht: Das Projekt "Start-up BW@School" bringt Schülerinnen und Schüler mit Gründern in Kontakt. Drei Gründer werden an drei verschiedenen Schulen an einem Tag in Online-Gesprächen interviewt.

Jan Nelis, der heute 22-jährige Mitgründer der Nao Drinks GmbH mit Sitz in Lörrach, hat sich in das digitale Klassenzimmer der Wiesentalrealschule Maulburg zugeschaltet und sich den Fragen der 37 Schülerinnen und Schülern gestellt. Bereits in seinen jungen Jahren wusste er, dass einmal gründen möchte. Dafür hatte er sich früh ein kleines Notizbuch auf seinen Nachttisch gelegt und sich immer vor dem Schlafengehen Ideen notiert und Notizen gemacht. Viele der Ideen, so berichtet er, wären nicht realisierbar gewesen. Durch Gespräche mit seinem Bruder Hendrik kamen ihm dann die zündende Idee von Nao Drinks. Als er, sein älterer Bruder und ihr Freund Fabian Betzing vor fünf Jahren das Unternehmen gründeten, war Jan erst 17 Jahre alt, was verschiedene Herausforderungen mit sich brachte. Allen drei war und ist eine solide Ausbildung wichtig, sodass sie sich jeweils primär ihrem Masterstudium widmen und parallel an ihrer Geschäftsidee und der  Weiterentwicklung arbeiten. 

Zeitgleich hatte sich Tom Fahsel, Gründer der PRIMAX 3D GmbH, als positives Rollenvorbild den 27 Schülerinnen und Schülern aus der 9. Klasse des Ferdinand-Porsche-Gymnasiums Stuttgart im Online-Video-Chat präsentiert. Herr Fahsel machte deutlich, dass es bei einer Gründung die Risikobereitschaft nicht fehlen darf. Welche sich sowohl positiv als auch negativ entwickeln kann. Ihm war es besonders wichtig sich frei entfalten zu können, auszuprobieren und auch keine Angst davor zu haben auch mal zu scheitern. „Das gehört dazu“, meinte der Gründer. Nicht nur das eigene Unternehmen sondern auch seine Freizeit und Familie steht bei dem Gründer im Vordergrund. Regelmäßig gönnt er sich eine kleine Auszeit, um mit seiner Frau und seinem Kind, dem gemeinsamen Hobby, das Reisen nachzugehen. „Durch die belastende und intensive Beschäftigung mit dem Start-up sind Pausen mit der Familie besonders wichtig, um neue Kraft zu tanken“. 

Am Nachmittag berichtete der Mitgründer von Knowunity, Julian Prigl, der 9. Klasse des Königin-Charlotte-Gymnasiums in Stuttgart über seinen Alltag als Junggründer. Die Idee für die schnellstwachsende Bildungsplattform Deutschlands ist dabei bereits in der eigenen Schulzeit entstanden: „Wenn sonst keine ausreichenden Angebote bestehen, um den Alltag von Schülerinnen und Schülern digital abzubilden, machen wir es eben selbst“, so der 23-jährige Student. Beeindruckt zeigte sich die Klasse von dem kürzlich bekannt gewordenen Millionen-Investment durch den Berliner Gründerfonds Project A sowie den Business-Angel und Fußballprofi Mario Götze: „Wir haben heute wirklich tolle und ehrliche Einblicke erhalten. Besonders in so jungen Jahren ein Unternehmen großzuziehen, ist sehr inspirierend“, resümiert eine moderierende Schülerin. Auch die betreuenden Lehrkräfte, Miriam Lange und Arne Lang, sind von den 90-minütigen Gründerinterviews überzeugt: „Das war eine interessante Abwechslung zum Homeschooling-Alltag. Vielleicht haben wir durch solche Angebote und Kampagnen ja bald schon viele neue Start-ups, die in der Schulzeit gegründet werden“. 

Fazit: Drei spannende Gespräche, in denen interessante Fragen gestellt und durch spannende Anekdoten der Gründer beantwortet wurden und damit den Schülerinnen und Schülern Abwechslung in den Homeschooling-Alltag gebracht haben.

Weitere Informationen:
Zum Projekt und den Angeboten zu Entrepreneurship Education: Bereich Start-up BW Young Talents.
Start-up BW@School mit Knowunity: ausführlicher Nachbericht