Exzellenzprogramm für Gründungskultur an Hochschulen

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Besprechungssituation mit fünf Teilnehmenden.

Baden-Württemberg möchte den wechselseitigen Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem umfassenden „Re-Start BW / Gründermotor“-Programm voranbringen.

„Re-Start BW / Gründermotor“ ist ein Bestandteil des Maßnahmenpakets „Zukunftsland BW - Stärker aus der Krise“, das Impulse zur Stabilisierung und Stärkung des Landes während und nach der Corona-Pandemie geben und die Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs sicherstellen soll.

„Die Corona-Pandemie verdeutlicht, wie entscheidend die enge Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist, damit wir als Gesellschaft auch kurzfristig auf neue Herausforderungen reagieren können. Baden-Württemberg verfügt bereits heute über ein etabliertes Förder- und Innovationssystem. Was den schnellen Transfer von Forschungsergebnissen durch forschungsbasierte Start-ups in die Anwendung angeht, wollen wir aber künftig im Besonderen mit der ‚Gründermotor‘-Initiative noch weitere Potentiale heben“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Das ist mir wirklich wichtig.“ Ziel sei ein international sichtbarer Gründungsverbund, in dem möglichst alle baden-württembergischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenwirken.

„Die baden-württembergischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen bieten ein hervorragendes Umfeld für Innovationen. Hier werden – ausgehend von der exzellenten Forschung – sowohl Produktinnovationen als auch neue, oftmals digitale Geschäftsmodelle in entscheidenden Zukunftsfeldern wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, BioMed, BioTech, Green Mobility oder auch Green Tech entwickelt. Um die Gründungsbegeisterung unserer kreativen Köpfe noch besser zu fördern, braucht es neue, hochschulübergreifende Konzepte, ein umfassendes Netzwerk mit den richtigen Partnern und eine individuelle Begleitung. So steigern wir die Zahl forschungsbasierter Ausgründungen noch weiter“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Gründermotor-Initiative betreut landesweite Meisterklasse

Die Gründermotor-Landesinitiative setzt auf den bestehenden und bewährten Aktivitäten und Strukturen der Hochschulen auf. „Die vielen erfolgreichen regionalen Gründungsinitiativen vernetzen wir miteinander und bringen die maßgeblichen Akteure zusammen“, so Bauer. Zentrales Element ist die „Meisterklasse“ – ein mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Programm, das darauf abzielt, wissenschaftsbasierte Ausgründungsvorhaben durch eine enge Begleitung und Beratung noch schneller investmentfähig zu machen.

Gründungsinteressierte können sich aus ihren Hochschulen bei der Gründermotor-Initiative bewerben. Derzeit werden zweimal jährlich jeweils bis zu 15 Gründungsvorhaben für die Teilnahme am Meisterklasse-Programm ausgewählt. Nachdem die Gründungsteams das viermonatige Programm durchlaufen haben, präsentieren sie ihre Geschäftsmodelle und Vorhaben vor Investorinnen, Investoren und Partnern, um Pilotprojekte und Anschlussfinanzierungen zu akquirieren.

Zusätzlich stärkt das Land den wechselseitigen Wissens- und Technologietransfer mit der Etablierung einer gemeinsamen Landesprototypenförderung zusammen mit dem Wirtschaftsministerium. Die Mittel für das Gründungsprogramm „Junge Innovatoren“ werden ebenfalls aufgestockt.

Bausteine der baden-württembergische „Gründermotor“-Initiative

  • Förderung der „Gründermotor“-Initiative
  • Etablierung einer gemeinsamen Landesprototypenförderung
  • Aufstockung des erfolgreichen Landesprogramms „Junge Innovatoren“
  • Impulsförderung – thematisch fokussierte Vor-Gründungsförderung

 

Weitere Informationen und die Originalmeldung finden Sie auf der Website des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.